Carnation 1

2008  E-Werk Freiburg
30 Min.
mit Julie Jaffrennou

Aufführungsorte Kaskadenkondensator Basel, Schweiz (2008) / Kopas International Performance Festival, Theater Zero Seoul, Korea (2009)

Die Performances „Carnation l“, „Carnation ll“ und „Red Carnation“ befassen sich mit der Diskrepanz zwischen der Vergänglichkeit des menschlichen Körpers und seinen Darstellungen in der westlichen Gesellschaft. Natur und Künstlichkeit sind die zentralen Themen dieses performativen Triptychons.

In einem halbdunklen Raum steht ein Glaskasten aus Spiegelglas auf einem Metallsockel. Das Publikum kann sich in seinem Spiegelbild betrachten. Die Lichtstimmung wechselt. Im Raum wird das Licht schwächer und im Glaskasten stärker. Das Publikum kann jetzt durch den Spiegel schauen und erblickt den Innenraum. In dem Kasten sitzt eine Performerin. Sie trägt ein enges hautfarbenes Stoffkostüm. Sie schneidet einige Teile des Stoffes auf, hinter denen sich die Augen, der Mund, die Brust, das Geschlecht befinden, und nimmt Elemente aus Silikon heraus. Nun sind ihre Haut und die jeweiligen Körperteile durch die Öffnungen zu sehen. Das Bild zeigt einen konstruierten sowie menschlich verletzten Köper.
Dann schließt die Performerin alle offenen Teile ihres Kostüms mit engen Nähten. Nach der Rückkerh zur anfänglichen Lichtstimmung steht das Publikum wieder vor seinem eigenem Spiegelbild.

Die Performance stellt die Frage nach Macht und Verantwortung des Menschen als Schöpfer und Geschöpf.

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