2014  Festival Arts-Affects, Theater Freiburg
120 Min.
Co-Produzent Kulturamt Freiburg
mit Tjadke Biallowons, Julie Jaffrennou, Caroline Martin

Vor einem schwarzem Hintergrund sitzen drei Frauen auf ungewöhnlicher Höhe nebeneinander. Zwei küssen sich fast ununterbrochen. Die dritte ist hochschwanger und schaut Richtung Publikum. Wenn eine sich bewegt, reagieren die beiden anderen darauf.

Diese Performance ist als “Kammerspiel“ konzipiert. Das Publikum betritt den Raum. Wie in einem Photostudio sind Kulissen aufgebaut: schwarzer Photohintergrund, Scheinwerfer mit sichtbaren Kabeln, Sitzkonstruktion. Die Performerinnen betreten nur halb kostümiert den Raum. Sobald sie Platz genommen haben, kommen Maskenbildner und Kostümbildner dazu. Sie kostümieren und frisieren die Performerinnen zu Ende und nähen sie aneinander. Es wird ein Körper geschaffen, der ebenso ästhetisch wie monstruös ist.

Die Performance untersucht die Beziehung zwischen dem intimen Körper und dem gesellschaftlichem Körper; die Zusammenhänge zwischen Produktivität und Sterilität sowie Macht und Machtlosigkeit. Sie stellt die Frage nach dem Platz des Einzelnen im sozialen Organismus.

 

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