2015  E-Werk Freiburg
60 Min.
Co-Produzent Kulturamt Freiburg, E-Werk Freiburg
Sponsoren Sparkasse Freiburg, Förderverein E-Werk Freiburg
mit Isabella Bartdorff, Tjadke Biallowons, Lorena Calero, Julie Jaffrennou, Lilith Korbel, Louve Korbel, Martina Nönninger, Elke Shott, Anna Shumaylova, Marlen Wronka

Die Performance besteht aus 6 einzelnen eigenständigen Langzeitperformances (3 Solos, 2 Duos, 1Trio), die als Stationen in einem über 100m2 großen Raum parallel ablaufen.  Sie sind als lebende Bilder konzipiert, die einen Verwandlungsprozess durchlaufen. Wie in einem musealen Kontext bewegen sich die Zuschauer um die Stationen herum.

Station 1
Zwei Zwillings-Mädchen eröffnen den Abend. Sie führen das Publikum durch den dunklen Raum und erhellen die Stationen nach und nach. Sie interagieren minimal mit den einzelnen Stationen und setzten damit die Themen in die Zukunft fort.

Station 2
Zwei übergroße Frauenfiguren im Abendkleid stehen sich gegenüber an einem Tisch, auf dem zwei rohe Rinderherzen liegen. Zwischen den beiden Performerinnen findet ein wortloser Dialog statt. Die Rinderherzen werden zum Objekt der Macht, Gier, Freundschaft, Liebe und Schönheit.

Station 3
Drei ältere Frauen bilden, erhöht sitzend, eine gemeinsame Skulptur. Sie sind wie siamesische Zwillinge unzertrennlich. Durch ihre Interaktion/non-Interaktion entsteht Nähe und Distanz, Gemeinschaft und Vereinsamung.

Station 4
Eine Frau hängt an einer Säule. Sie trägt ein zerbrechliches, membranhaftes Kleid und versucht vergeblich abzuheben. Durch sichtbar austretende Körpersäfte scheint sich ihr Körper aufzulösen.

Station 5
Eine junge Frau in einem Glaskasten entpuppt sich nacheinander in verschiedenen archetypischen Frauenklischees, wie die Prinzessin, die Braut, die Heldin etc. Durch ihre Aktionen werden die formatierten Bilder gebrochen.

Station 6
Ein jugendliches Mädchen befindet sich am Eingang eines Tunnels. Sie steht vor einem Lichtrahmen, der an einen Spiegel erinnert. Ihre überlangen Haare erschweren den Übergang auf die andere Seite.

Die Nähe der Zuschauer zu den Performerinnen bietet eine Verschärfung der Wahrnehmung und damit ein besonderen Austausch für ein intensives Erlebnis.

Galerie

Presse

Badische Zeitung – November 2015
Körper sind eindeutiger als die Sprache
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